Die Supermärkte stehen unter Zugzwang. Ehemalige Hard-Discounter erweitern ihr Warenangebot und investieren verstärkt in ein attraktives, emotionales Ladendesign.
Mit dem Ausbau ihrer Frischeabteilungen und Convenience-Sortimente halten die Vollsortimenter dagegen. SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte nähern sich den Supermärkten aus einer anderen Richtung konzeptionell an.
Wenn wir an Spanien denken, sind köst-liches Essen, frische regionale Produkte und exzellenter Wein die ersten Dinge, die uns einfallen.
Bauern- und Wochenmärkte haben dort eine lange Tradition. Angelehnt daran hat Carrefour Spanien einen ersten Versuch unternommen, das Einkaufsgefühl des Bauernmarktes auf ein neues Premium Supermarktformat zu übertragen.
Auf insgesamt 1‘950m² und zwei Ebenen ist der Fokus auf frische, hochwertige Ware deutlich spürbar – den Kunden erwarten dort Feinkost, direkt auf der Fläche frisch gebackenes Brot, frischer Fisch, Fleisch und Wurstwaren, Käse, eine Sushi-Theke und über 600 verschiedene Bio-Produkte.
In den Othmarscher Höfen, einem neu entstehenden Wohnviertel in Hamburg, wurde im Oktober 2016 ein neuer Frischemarkt der Glasmeyer & Co. KG eröffnet. Der neue Markt hat sich der Versorgung der weitgehend jungen Zielgruppe aus der Umgebung mit hochwertigen, regionalen Lebens-mitteln verschrieben.
In dem Neubau an der Jürgen-Töpfer-Straße ist ein Frischemarkt inklusive Mallbereich von insgesamt 2‘000m² entstanden.
Inspiriert durch die lokalen Betriebe und Produzenten der Region und angepasst an den Stil der neuen Hamburger Architektur wurde ein regionales, innovatives Design geschaffen.
Umstyling: Schweitzer Ladenbau hat einem Hypermarche von E.Leclerc für sechs Millionen Euro ein Nahversorger-Erscheinungsbild verpasst.
Frostig wie im Kühlhaus geht es in der Regel in einem französischen Hypermarche zu, nicht nur, was die Temperaturen, sondern oft auch was das Ambiente angeht.
Anders im seit Sommer 2016 fertig umgebauten E.Lederc in Orvault bei Nantes.
Graue Regalschluchten? Fehlanzeige. Endlose Laufwege? Auf 10.500 Quadratmetern nicht zu vermeiden, aber attraktiv in Szene gesetzt.
Globus hat einen neuen Markt in Rüsselsheim-Bauschheim eröffnet. Mit einem optimierten Gastronomie-Konzept und einem umfangreichen Convenience-Angebot wollen die Saarländer für ihre Kunden „Kompetenzpartner in Sachen Genuss“ sein.
Neu ist die Strukturierung der Verkaufsfläche in kundenlogische Warenwelten.
In der spektakulären Mall Ala Moana hat der hawaiianische Supermarktbetreiber Foodland mit Schweitzer Ladenbau eine Vision verwirklicht, die in die Kategorie „unbedingt ansehen“ gehört.
Es ist die größte Open-Air-Mall der Welt – direkt am Waikiki-Beach: Alles, was an Luxusmarken Rang und Namen hat, tummelt sich im Ala Moana Center. Man hat das Gefühl, als sei die Champs Elysee mal eben nach Honolulu verlegt worden. Die Zielgruppe: kaufkräftige Japaner, für die ein Shopping-Trip in Hawaii immer noch günstiger ist als zu Hause.
Seit August 2016 hat sich viel getan im neuen High-End Flagship Store von Dunnes Stores im Cornelscourt Shopping Centre im Süden Dublins. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten des 4‘000m² großen Lebensmittelmarktes werden noch bis ins nächste Jahr hinein andauern.
Die Frischeabteilungen, das neue Highlight, erstrahlen jedoch bereits in neuem Glanz und lassen erahnen, was die Kunden in dem fertig umgestalteten Markt erwarten wird.
Das neue Konzeptcenter der Migros Aare am Bahnhof Bern bietet seit Anfang August auf insgesamt 10.000m² Pendlern einen vielfältigen Mix aus Einkauf, Genuss und verschiedensten Service-Angeboten.
Auf diese Kundengruppe zugeschnitten ist auch das neue Take-Away-Konzept „Migros Daily“ mit Schwerpunkt auf schneller, frischer, gesunder und trendiger Gastronomie, welches in der „Welle 7“ erstmals umgesetzt wurde.
In der ,,welle 7″ hat die Genossenschaft Migros Aare die klassische Kombination von Supermarkt und Gastronomie zu einem anspruchsvollen Konzept verschmolzen, das mobilen Konsumenten neuartige und überraschende kulinarische Erlebniswelten bietet.
Auch gestalterisch spielt das neue To-go-Format in der Premiumliga.
Die Art und Weise, wie Architekten, Innenarchitekten und Gestalter Marmor wahrnehmen, wie sie ihn kombinieren und mit ihm umgehen, hat sich grundlegend geändert. Verantwortlich dafür ist ein anderer gestalterischer Ansatz als in der Vergangenheit.
Angestoßen wird er durch Lasertechnik, die neue Formate hervorbringt und so die innovative Verwendung von Marmor erst möglich macht.